Wie finde ich den richtigen Coach?

Wenn Sie sich für Coaching interessieren, stehen Sie möglicherweise auch vor der Frage: „Wie kann ich eine/n guten Coach finden?“ Wir wollen Ihnen mit diesem Blogbeitrag eine Hilfestellung an die Hand geben und führen einige Kriterien für die Coach-Auswahl auf, die wir für wichtig halten.

Jeder fängt einmal an, und mit jeder Erfahrung wird man besser  -so auch Coaches. Dies ist ein menschliches Entwicklungsprinzip und stellt Nachwuchs-Coaches vor eine Herausforderung. Sie sollten daher auf eine gewisse Erfahrung achten: Berufserfahrung, Lebenserfahrung, Tätigkeit als Coach seit zumindest zwei Jahren, abhängig von Ihrem Anliegen auch Führungserfahrung oder Erfahrung in einem speziellen Fachgebiet.

Wie sieht es mit der Qualifikation aus? Coaching ist ein ungeschützter Beruf, jeder Mensch kann sich Coach nennen. Wenn wir für INQUA Coaches auswählen, achten wir auf eine fundierte Ausbildung – zumindest 200 Stunden – in Hinblick auf lösungsorientierte Verfahren wie systemisches Coaching, idealerweise von einem der großen Dachverbände für Coaching, Supervision oder systemische Beratung (DCV, DGSF, SG, DGSv) zertifiziert.

Die meisten Coaches sind auf einen oder mehrere Bereiche spezialisiert: Karriere-Coaching, Führungskräfte-Coaching, Gesundheits-Coaching, Sport-Coaching, Mental-Coaching, die Angebote sind vielfältig. Unser Tipp: suchen Sie sich eine/n auf den Bereich Ihres Anliegens spezialisierte/n Coach. In unserem Fall ist dies Karriere-Coaching, wir bilden unsere Coaches dafür und gezielt für unser Verfahren aus.

Eine Frage, die öfters gestellt wird: „Muss der/die Coach meinen fachlichen Hintergrund teilen?“ Unserer Erfahrung nach ist dies nicht notwendig, ganz im Gegenteil. Ich hatte unlängst einen Klienten, Dipl.-Ing. des Technischen Umweltschutzes, der im letzten Gespräch rückmeldete, wie hilfreich es für ihn war, dass ich eben keine technische Ausbildung habe. Dies ermöglichte ihm einen frischen und neuen Blick auf seine Kompetenzen und wirkte sich bereichernd auf die erarbeiteten Optionen aus.

Bei INQUA coachen wir erfolgreich seit 20 Jahren Führungskräfte aus unterschiedlichsten Branchen und Industrien, von produzierenden Betrieben zu Start-ups.

Qualitätssicherung ist auch im Coaching wichtig: nachhaltig erfolgreiche Coaches entwickeln sich durch regelmäßige Weiterbildungen weiter und tauschen sich mit anderen Coaches in Supervisions- oder Intervisionsgruppen aus.

Eine professionelle Arbeitsbeziehung, getragen von einem wertschätzenden und freundlichen Umgang und idealerweise gegenseitiger Sympathie, bildet die Grundlage für eine zieldienliche Zusammenarbeit.

Wenn Sie sich am freien Markt einen Coach auswählen, empfehlen wir ein unverbindliches Erstgespräch, um die genannten Punkte überprüfen zu können. Wenn Sie ein Karriere-Coaching über den Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) finanzieren, gibt es unterschiedliche Vorgehensweisen: manche Institute wählen für Sie einen passenden Coach, bei manchen können Sie auch selbst einen Coach aussuchen. Interessant ist in jedem Fall, nach welchen Kriterien die Coaches, die für das Institut arbeiten, ausgewählt wurden.

Und nun abschließend noch ein kleiner Tipp, der Ihnen das Leben leichter machen und ihre Entscheidung beschleunigen kann:

Wir alle können uns lange damit aufhalten, den, die oder das Beste zu suchen und eine 100%-ig richtige Entscheidung zu treffen. Lassen Sie an dieser Stelle das Pareto-Prinzip wirken: 80% sind meist komplett ausreichend: das nimmt den Druck aus der Entscheidungssituation und führt zu mehr Gelassenheit.
In diesem Sinne wünschen wir eine entspannte Coach-Suche.

Alexander Setzer

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