28.06.2022
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Vorbereitung Vorstellungsgespräch: 10 Tipps, um entspannt zu bleiben

Vorstellungsgespräche sind für die meisten Menschen eine echte Herausforderung und oft verbunden mit Lampenfieber, Nervosität, Stress und manchmal sogar mit Blackouts. Das muss nicht sein: Wir zeigen dir, was du zur Vorbereitung tun kannst, um souverän und gelassen zu bleiben und dich wohl in deiner Haut zu fühlen.

Stress dich nicht selbst

Das Vorstellungsgespräch ist fast mit einem Rendezvous zu vergleichen: In dem Gespräch versuchen Menschen, herauszufinden, ob sie zueinander passen. Die Erwartungen und Ansprüche sind auf beiden Seiten hoch. Doch wie schaffe ich es, sicher, kompetent und souverän zu wirken?

INQUA Karriere-Coach Stefan Pinter ist auch Improvisationsexperte und kennt sich mit dem Thema gut aus: „Man muss kein Schauspieler sein, um in einem Vorstellungsgespräch eine gute Performance abzuliefern. Es sind oft kleine Sachen, die man ändern kann und durch die man eine große Wirkung erzielt.“ Er weiß aus Erfahrung: „Stress dich nicht selbst. Lampenfieber ist völlig natürlich und macht uns sogar gut: Es führt dazu, dass wir Adrenalin ausstoßen, dadurch sind wir aufmerksamer und konzentrierter.“ Das wirkt sich entsprechend positiv aus.

 

Der Coaching- und Improvisationsexperte empfiehlt, unsere Aufmerksamkeit auf folgende Frage zu lenken: „Was sollen meine Botschaften sein? Konzentrieren Sie sich auf das Gespräch und richte deinen Fokus auf diese Aufgabe und auf deinen Gesprächspartner. Frage dich selbst: Was kann ich sagen, um meinen Gesprächspartner zu inspirieren oder gar zu begeistern?“ Im Karriere-Coaching greift er auf einfache Bühnentipps zurück, die für die Vorbereitung auf ein Vorstellungsgespräch sehr nützlich sind: „Ich kann mir vorstellen, dass ich jetzt Spaß haben werde, dass es eine gute Erfahrung sein wird. Ziehen Sie dafür kurz die Augenbrauen hoch – das bedeutet, ich bin neugierig: Was wird jetzt passieren? Jetzt geschieht etwas Großartiges.“

 

Die Körpersprache als nonverbale Kommunikation sollte im Bewerbungsgespräch nicht unterschätzt werden, beispielsweise eine aufrechte Körperhaltung. Stefan Pinter verrät einen weiteren Theatertrick: „Fake it, till you make it.“ Soll heißen, wenn wir den Eindruck erwecken, wir seien etwas, fühlen wir auch so. Wie das geht? „Es braucht gar nicht so viel mehr: Setze einfach zehn Prozent mehr Energie als gewöhnlich ein“, so der Rat vom Profi.

Denke positiv

INQUA Karriere-Coach Gundula Brammer sieht das ähnlich: „Sieh das Vorstellungsgespräch als gewinnendes Gespräch, an dem du teilnehmen kannst.“ Mit 16 Jahren Erfahrung im Personalmanagement weiß sie, worauf es ankommt: „Authentizität und Professionalität können Hand in Hand gehen. Professionell bin ich dann, wenn ich Ziel und Anlass des Gesprächs nie aus den Augen verliere. Ich kann mich als Mensch zeigen, sollte aber fokussiert auf das Gespräch bleiben. Das heißt, ich bin im guten Kontakt mit meinem Gegenüber und versuche, dessen Bedürfnisse herauszufinden.“

Anders ausgedrückt: Gut zuhören und nachfragen! Vergiss dabei nicht, dass dein Gegenüber ein Mensch wie du ist. Oft hat dein:e Gesprächspartner:in einfach mehr Übung darin, die eigene Unsicherheit zu überspielen. Gundula Brammer sagt dazu: „Personaler beziehen auch Bauchgefühle ein, deshalb spielt eine gute Atmosphäre eine wichtige Rolle. Lasse möglichst die Vorstellung los, geprüft zu werden – dann wird das Gespräch deutlich entspannter.“

Dazu gehört auch: Äußere dich niemals negativ über deinen vorherigen Arbeitgeber. Versuche stattdessen, unabhängig von den Umständen, etwas Positives hervorzuheben. Arbeitgeber stehen oft in engem Austausch miteinander – ein respektvoller Umgang ist daher essenziell. „Notfalls hilft der Satz: Es hat aus den und den Gründen nicht gepasst und deshalb ist es für mich wichtig, mich neu zu orientieren“, empfiehlt die Karriere-Coach.

 

 

 

Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch

Schau dir bei deiner Vorbereitung auf das Bewerbungsgespräch das Stellenprofil genau an und nimm insbesondere die Aufgabenvoraussetzungen unter die Lupe. Informiere dich im Vorfeld gründlichst über das Unternehmen, lies auch die Sparte der Website „Wir über uns“. Suche im Netz nach aktuellen Zeitungsartikeln oder anderen Informationen über die Firma. Auch die Social-Media-Präsentationen solltest du nicht vernachlässigen, hier erfährst du viel über die aktuelle Situation des Unternehmens.

Eine weitere Idee ist es, dich in deinem Freundes- oder Bekanntenkreis umzuhören: Vielleicht kennt ja jemand eine:n derzeitige:n oder ehemalige:n Mitarbeiter:in? Vielleicht gelingt es dir, diese Person kennenzulernen und eventuell zum Kaffee einzuladen; möglicherweise hörst du interessante Insidergeschichten. Umso besser du dich informierst, desto sicherer wirst du dich fühlen. Außerdem kann dich ein fundiertes Wissen über die Firma positiv von deinen Mitstreiter:innen abheben. Das wird deinem Gesprächspartner nicht entgehen, eventuell wird er oder sie sich gar geschmeichelt fühlen.

Bereite auch alle Unterlagen, die du ins Vorstellungsgespräch mitnehmen möchtest, gründlich vor und lege alles zurecht. Dazu können Arbeitsproben in Form von Originalen, Fotos, Texten oder sogar als Film zählen.

Übe das Vorstellungsgespräch zu Hause ein

Deine Antworten auf zu erwartende und eigene Fragen kannst du zu Hause testen und dich so optimal auf das Vorstellungsgespräch vorbereiten. Tatsächlich kannst du eine Ausstrahlung von Sicherheit, Souveränität und Gelassenheit einüben. Das wird dir eine gewisse Ruhe geben, die dir wiederum Sicherheit verleiht. Auch Stefan Pinter bestätigt das: „Wie erzähle ich eine Geschichte kurz und knapp? Mach dir klar, was deine Botschaften sind – eine gute Vorbereitung hilft hier sehr.“

Im Training zu Hause – am besten im Rollenspiel mit einer Person deines Vertrauens – kannst du üben, die bereits erwähnten „zehn Prozent mehr Energie aufzubringen, als wenn wir mit unserer Wohlfühlsprache sprechen“, erklärt Stefan Pinter. Du kannst dir Feedback einholen, auch zu deinem Zusammenspiel von Gestik und Emotion: „Die Hände haben eine wichtige Funktion. Wenn wir in eine Emotion gehen, unterstreichen die Hände unseren Ausdruck“, so der Improvisationsexperte. Er erklärt, dass die Stimme stets der Mimik folgt: „Darauf kann man sich verlassen – mit einer anderen Mimik kommt eine andere Stimme und daraufhin eine andere Emotion.“

Emotionale Themen solltest du allerdings nicht überbetonen. Wenn du unsicher bist, was du wie ansprechen solltest und was eher nicht, kann dir ein Karriere-Coaching helfen. Wie du eine professionelle Distanz im Bewerbungsgespräch wahrst, ist einer von vielen Punkten, die dort geübt werden können. Durch das Vertrauensverhältnis zwischen Coach und Klient:in bietet ein Coaching zudem einen geschützten Rahmen, um zu lernen, sich angemessen zu öffnen.

 

 

Zeige deine Begeisterung

Gundula Brammer gibt folgenden Rat: „Ganz wichtig ist eine gute Selbstpräsentation, das heißt, ich beschreibe mich mit meinen Kompetenzen und Erfahrungen. Dabei sollte spürbar werden, dass ich richtig Lust auf diesen Job habe: Ich finde die Aufgaben reizvoll und spannend und das Unternehmen klasse.“ Ihre Entscheidungen als ehemalige Personalmanagerin beschreibt sie so: „Springt bei einem Bewerber der Funke über, dann habe ich das immer daran festgemacht, wenn ich bei dem einen oder anderen so ein Leuchten in den Augen gesehen habe. Ich habe gemerkt, da freut sich jemand, da möchte jemand wirklich zu uns kommen. Das ist der entscheidende Moment, da wird man als Personaler oder Führungskraft zuversichtlich. Das gelingt am besten, wenn man sich vorher sehr intensiv mit dem Unternehmen auseinandergesetzt hat: Warum finde ich das Unternehmen gut? Was finde ich an der Aufgabe spannend? Denn nur, wenn ich selbst überzeugt bin, kann ich auch andere überzeugen.“

Stefan Pinter sieht das ganz ähnlich: „Bring deine positiven Emotionen zum Ausdruck, das macht das Gesagte generell interessanter und verständlicher.“ Denn emotionale Botschaften spielen eine wichtige Rolle: „Spürst du die Leidenschaft, wird das beim Gegenüber ankommen.“

So kannst du das Vorstellungsgespräch aktiv mitgestalten: Erkläre dem Arbeitgeber zunächst, wie du bei der Jobsuche vorgegangen bist und was dich bei der Recherche gerade an diesem Unternehmen besonders beeindruckt hat. Für den Arbeitgeber ist dein engagiertes Vorgehen bereits wie eine Arbeitsprobe, da er oder sie daraus Rückschlüsse auf deine Arbeitseinstellung ziehen kann.

 

 

Welche Fragen kannst du im Vorstellungsgespräch erwarten?

Beachte zunächst die „50:50“-Regel im Vorstellungsgespräch: Reden und Zuhören sollten möglichst gleich verteilt sein. Es ist wissenschaftlich belegt, dass diese Art der Gespräche am erfolgreichsten ist. Wer zu viel über sich selbst redet, wirkt schnell so, als seien die Bedürfnisse des Unternehmens weniger wichtig. Wer hingegen zu wenig sagt, hinterlässt möglicherweise den Eindruck, etwas verbergen zu wollen. Eine weitere Regel lautet: Deine Antworten sollten mindestens 20 Sekunden und höchstens zwei Minuten lang sein.

Gundula Brammer weist darauf hin: „Die Gesprächsführung hat der Einladende, daher solltest du das Gespräch nicht an dich reißen. Manche reden sich um Kopf und Kragen, weil sie alles richtig machen wollen. Lieber mal eine Pause machen oder explizit nachfragen: Hat das Ihre Frage beantwortet? Habe ich das richtig verstanden? Interessiert Sie noch ein anderes Thema?“ Da das Vorstellungsgespräch ein Dialog sein sollte, sind Rückfragen ausdrücklich erwünscht. Dazu gehört auch, kurz innezuhalten und Stille auszuhalten, um die eigenen Gedanken zu sortieren.

Zu den entscheidenden fünf Fragen im Vorstellungsgespräch, die dir dein potenzieller Arbeitgeber mit hoher Wahrscheinlichkeit stellen wird, zählen folgende:

  • Warum bist du hier? Oder anders formuliert: Warum bewirbst du dich genau hier und nicht woanders?
  • Was kannst du für uns tun? Hier geht es um deine Kompetenzen und dein Verständnis für das Fachgebiet des Unternehmens.
  • Was bist du für ein Mensch? Dein Gegenüber möchte herausfinden, ob du zum Unternehmen passt und ähnliche Werte vertrittst.
  • Was unterscheidet dich von den anderen Kandidat:innen? Hier kannst du deine Stärken und deine Motivation noch einmal klar herausstellen.
  • Bist du für das Unternehmen bezahlbar? Diese Frage kommt meist am Ende des Gesprächs. Es ist sinnvoll, sich drei Gehaltsvorstellungen zu überlegen: eine ambitionierte, eine realistische und eine Mindestgrenze

Der Klassiker ist mehr eine Aufforderung als eine Frage: Erzähle etwas über dich! In dieser Frage steckt viel Potenzial: „Das ist meine Bühne. Als Bewerber:in kannst du die Chance nutzen, nicht einfach deinen Lebenslauf nachzuerzählen, sondern Bezug darauf zu nehmen und eine Geschichte zu erzählen. Ideal ist, wenn diese Geschichte zum heutigen Zeitpunkt führt und begründet, weshalb du jetzt in diesem Unternehmen arbeiten möchtest“, so die Karriere-Expertin.

Überlege dir Antworten auf die Frage nach deinen eigenen Stärken und Schwächen

Unter Umständen werden diese Fragen nicht explizit gestellt, sondern auf subtile Art und Weise – oft mit dem Ziel, mehr über deine Stärken und Schwächen zu erfahren. Gundula Brammer rät dazu: „Es geht nicht um perfekte Antworten. Es geht darum: Wie gestalte ich das Gespräch, was kann ich dazu beitragen?“ Immer wieder stellt sie fest, dass „Bewerber:innen Prüfungsangst vor dem Vorstellungsgespräch haben. Das ist nicht nötig. Du darfst nervös sein, aber du solltest ein Vorstellungsgespräch nicht mit einer Prüfung verwechseln. Es geht um ein Kennenlernen und um ein gutes Gespräch.“

So sieht das auch Stefan Pinter: „Es ist wie beim Storytelling: In Erfolgsgeschichten, wie ich Krisen bewältige, steckt viel Bedeutung. Wie argumentiere ich? Es geht nicht darum, einen monotonen Vortrag zu halten, sondern dein Gegenüber in deine Geschichte mitzunehmen. Der Maßstab ist immer die Aufmerksamkeit des Gegenübers – und die ist begrenzt.“ Mache dir unabhängig von der Position bewusst: Auf welche Kompetenzen kommt es dem Unternehmen an? Hebe diese – vorausgesetzt, du besitzt sie wirklich – im Vorstellungsgespräch hervor und begründe sie anhand konkreter Beispiele.

Ehrlichkeit ist auch im Umgang mit Schwächen gefragt. Gundula Brammer empfiehlt hierzu: „Es ist immer gut, wenn ich mich öffne und mich als Mensch zeige, indem ich zum Beispiel sage: Ich bin der Liebe wegen umgezogen. Nicht zu kompliziert denken, sondern lieber sagen, was ist.“ Auch kritische Momente oder unangenehme Situationen – etwa ein skeptischer Blick deines Gegenübers – sind kein Grund zur Verunsicherung. Das bestätigt auch Stefan Pinter: „Fehler sind unvermeidlich. Wir müssen spontan agieren. Wir können uns noch so gut vorbereiten – wir wissen nie genau, was passiert. Aber wir haben alle die Fähigkeit, spontan zu reagieren, denn Menschen sind assoziative Maschinen: Egal was kommt, uns fällt immer etwas ein.“

 

 

Wie lauten deine eigenen Fragen an das Unternehmen?

Nicht nur dein:e Gesprächspartner:in möchte im Gespräch herausfinden, ob du geeignet bist. Genauso entscheidend bist du selbst: Im Vorstellungsgespräch geht es nicht nur um Selbstvermarktung, sondern auch um die Frage: „Möchte ich hier arbeiten oder nicht?“ Das Gespräch kannst du als Hilfsmittel nutzen, um genau das für dich zu klären.

Mache dir im Vorfeld über folgende Fragen aus deiner Perspektive Gedanken:

  • Welche Aufgaben gehören zu dieser Stelle? Nur wenn du genau weißt, was dich erwartet, kannst du entscheiden, ob die Tätigkeit wirklich zu dir passt.
  • Welche Fähigkeiten müsste der:die ideale Mitarbeiter:in mitbringen? Entsprechen diese auch deinen eigenen? Sei dabei ehrlich zu dir selbst.
  • Sind das Menschen, mit denen ich gerne zusammenarbeiten möchte? Höre auch auf dein Bauchgefühl. Wenn die Antwort ja ist:
  • Wie kannst du den Arbeitgeber davon überzeugen, dass du einzigartige Qualitäten besitzt, die dich von anderen Bewerber:innen unterscheiden? Diese Frage solltest du besonders gut vorbereiten. Auch dein Arbeitsstil und deine Arbeitsweise sollten dir klar sein.
  • Wie kannst du dein Wunschgehalt durchsetzen? Diese Frage verunsichert viele, besonders wenn das Thema noch nicht angesprochen wurde. Du kannst zum Beispiel fragen: Wie setzt sich das Gehalt bei Ihnen zusammen?

Es ist völlig in Ordnung, wenn du dir deine eigenen Fragen vorab notierst. Du kannst diese Notizen auch ins Gespräch mitnehmen und bei Bedarf darauf schauen. Ein guter Zeitpunkt für deine Fragen ist, wenn sich das Gespräch zunehmend in Richtung Zukunft entwickelt. Wichtig ist: Stelle zuerst inhaltliche Fragen und kläre danach formale Aspekte wie Rahmenbedingungen und Gehalt. Mögliche inhaltliche Fragen sind zum Beispiel: Worauf legen Sie besonderen Wert in der Zusammenarbeit? Wie kann ich mir den Arbeitsalltag konkret vorstellen? Wie werde ich eingearbeitet?

 

 

 

Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch:

1.      Recherchiere gründlichst über das Unternehmen
2.      Überlege dir Antworten und wie deine eigenen Fragen lauten
3.      Übe deine Selbstpräsentation im Rollenspiel ein
4.      Bleib positiv positiv und zeige Begeisterung
5.      Lerne, mit einfachen Übungen entspannt zu bleiben
6.      Glaube an dich selbst!

Wähle ein passendes Outfit

Wählen Sie Kleidung die zu Ihnen und Ihrer Stelle passt.
Berücksichtige bei deinem Outfit für das Vorstellungsgespräch sowohl die Branche als auch den persönlichen Stil

Entscheidend ist, dass du dich in deinem Outfit hundertprozentig wohlfühlst. Ein modisches Erscheinungsbild unterstützt dein sicheres und selbstbewusstes Auftreten im Bewerbungsgespräch und ist nach wie vor ein Aspekt, mit dem du auf den ersten Blick punktest. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass ein elegantes Understatement besser ankommt als eine extravagante Aufmachung. Für Frauen gilt, dass der Rock nicht zu kurz, der Ausschnitt nicht zu tief und der Lippenstift nicht zu knallrot sein sollte. Für Männer sind Krawatten heute nicht unbedingt mehr Pflicht, dafür sollte die Farbe von Schuhen und Gürtel übereinstimmen und das Hemd langärmelig sein. Natürlich kommt es immer etwas auf die Branche und auf deinen eigenen Stil an. Schuhe sind bei beiden Geschlechtern ein wichtiges Element im Outfit, worauf besonders geachtet wird und die geputzt sein sollten. Auch lohnt es sich, am Abend vor dem Interview die Kleidung auszuwählen und zurechtzulegen. Frisch geduscht zu sein, versteht sich von selbst, so wie für Männer, frisch rasiert zu sein. Der Hauch eines guten Duftes, aber eben nur der Hauch, kommt bei Frauen wie Männern gleichermaßen gut an.

 

Sorge dafür, entspannt zu sein

Zu guter Letzt seien noch diese einfachen, aber wirkungsvollen Vorbereitungen empfohlen: Mach doch am Abend vorher noch einen kleinen Spaziergang und versuche, nicht zu spät schlafen zu gehen, damit du an deinem großen Tag ausgeruht bist. Iss am Abend vorher oder vor dem Gespräch nicht zu schwer und verzichte auf Alkohol; trinke stattdessen ausreichend Wasser. Und vor allem: Denke positiv – es wird schon!

 

Über den Autor:

Johannes Gramß
Johannes Gramß

Johannes Gramß ist Diplom-Psychologe und Geschäftsführer des INQUA-Instituts. Sein Schwerpunkt liegt in der Konzeptentwicklung für Digitales Coaching mit ansprechenden, wirkungsvollen Lernarchitekturen. Er beschäftigt sich zudem mit dem Nutzen von persönlichen Ressourcen und dem Bearbeiten innerer Barrieren bei der beruflichen Neuorientierung sowie dem psychologisch geschickten Umgang bei digitalen Auswahlprozessen für Bewerbende.

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