Mit Gefühlen zum Erfolg

Wie erfolgreich Sie in Ihrem Beruf sind, hängt – neben Ihrer Fachkompetenz – davon ab, wie gut Sie mit Ihren eigenen und den Gefühlen der Anderen umgehen können. Eine wichtige Erkenntnis bietet hier der Ansatz von Leslie Greenberg mit seiner Unterscheidung zwischen primären und sekundären Emotionen.

Dazu ein Beispiel: Sie ärgern sich über Ihren Kollegen (oder Ihre Kollegin). Betrachten Sie diesen Ärger als eine sekundäre Emotion. Durch Innehalten und Selbstreflexion (eventuell unterstützt durch Coaching) wird Ihnen bewusst, dass Ihre tiefere „primäre Emotion“ Verletztheit ist, da dieser Kollege  (oder diese Kollegin) Ihnen vor Jahren etwas vor der Nase weggeschnappt hat, was eigentlich Ihnen zustand. Da Sie nun die echte Emotion (Gekränktheit) kennen, können Sie adäquater reagieren: Statt mit einer bissigen Bemerkung zurückzuschlagen, gehen Sie auf diesen Menschen zu und sagen ihm, dass Sie sich durch sein Vorgehen gekränkt fühlen und sich ein anderes Verhalten wünschen. Formulieren Sie den Wunsch kurz und deutlich. Ein solches Vorgehen macht eine Auflösung des Konfliktes in Ihrem Sinne sehr wahrscheinlich, denn aus meiner Erfahrung gibt es kaum Menschen, die es genießen, mit anderen im Clinch zu stehen. So wird auch Ihr Gegenüber im Grunde froh sein, wenn Sie ihm die Chance geben, den Frieden wieder herzustellen.

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