17+1 Tipps für Ihren Lebenslauf

17+1 Tipps für Ihren Lebenslauf

Die Erstellung von Lebenslauf und Anschreiben sind zwei entscheidende Schritte für eine gute Bewerbung. Was sollten Sie bei der Gestaltung beachten? In welcher Reihenfolge sollten berufliche Erfahrungen aufgeführt sein? Welche Rubriken machen im Lebenslauf Sinn? In diesem und in einem folgenden Blogbeitrag geben wir Ihnen zahlreiche wichtige Tipps für Ihren Lebenslauf und Ihr Anschreiben. Diese Tipps sind ein Bestandteil unseres Karriere-Coachings, in welchem wir unter anderem diese Schritte gemeinsam mit Ihnen bearbeiten. Im ersten Beitrag geben nehmen wir uns den Lebenslauf vor.

Gestaltung

  1. Anschreiben und Lebenslauf sollten einheitlich sein und in Gestaltung und Design miteinander korrespondieren: Ordnen Sie wiederkehrende Elemente gleich an und verwenden Sie die gleiche Schriftart und Schriftgröße. Die Schrift sollte je nach Schriftart zwischen 10 und 12 Punkt groß sein.
  2. Verzichten Sie auf ein Deckblatt; es enthält keine nützlichen Informationen, die nicht an anderer Stelle Ihrer Bewerbung auftauchen. So sparen Sie sich selbst Arbeit und Papier und der Personalverantwortliche, der Ihre Bewerbung liest, kommt schneller zu den wesentlichen Informationen.
  3. Verzichten Sie ebenfalls auf Feldbezeichnungen wie „E-Mail“, „Telefon“ etc. bei Ihren persönlichen Daten. Diese werden von jedem Personaler als das erkannt, was sie sind.
  4. Ihr moderner Lebenslauf sollte klar, übersichtlich und einheitlich sein. Der Trend geht eindeutig in Richtung minimalistisches Design. Wenn Sie unsicher sind: Weniger ist oft mehr. Personaler haben oft nur wenig Zeit für eine Bewerbung. Machen Sie ihnen den Job so leicht wie möglich.

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Inhalt

  1. Die Reihenfolge der einzelnen Stationen Ihres Berufslebens sollte umgekehrt chronologisch sein; d.h., die neuesten Einträge stehen oben. In Hollywood heißt es „You‘re always as good as your last movie“ („Du bist immer so gut wie Dein letzter Film“) ‒ die letzten Stationen Ihres Berufs- oder Ausbildungsweges sind in der Regel relevanter als frühere Tätigkeiten.
  2. Die Zeitangaben Ihrer beruflichen Stationen sollten auf den Monat genau sein, nicht genauer (also z.B. „03/2014 bis 07/2016“). Versuchen Sie, keine Lücken im Lebenslauf zu haben, die länger als maximal drei Monate sind. Sollte es solche Lücken geben, versuchen Sie, die Lücke mit einer positiven bzw. nachvollziehbaren Erklärung zu füllen.
  3. Gewichten Sie Ihre Einträge nach Bedeutung für die Stelle, auf die Sie sich bewerben. Bei besonders relevanten Einträgen geben Sie weitere Informationen über Ihre Tätigkeiten an und welche Eignungen Sie dort benötigt und erworben haben.
  4. Listen Sie Ihre Tätigkeiten in einer zweispaltigen Tabelle auf. Versuchen Sie, die Tabelle nicht mit einem Rahmen als solche darzustellen, sondern mit ausreichend Abständen zwischen den Inhalten. Das wirkt eleganter und klarer. In der linken Spalte der Tabelle stehen die Zeiträume und der Titel der jeweiligen Rubrik. In der rechten Spalte geben Sie Informationen zu den Tätigkeiten (je nach Bedeutung für die Stelle, auf die Sie sich bewerben, mit mehr oder weniger Detailtiefe).
  5. Die Rubriken in der linken Spalte können sein: Persönliche Daten, Berufliche Praxis, Ausbildung, Weiterbildung, Kenntnisse & Fähigkeiten, Mitgliedschaften, Veröffentlichungen.

Die Rubriken Ihres Lebenslaufs

  1. Die erste Rubrik ist immer die mit Ihren persönlichen Daten:
    • Adressdaten
    • Kommunikationsdaten (inkl. auf jeden Fall Ihre Mobilnummer und E-Mail, ggf. auch Festnetz)
    • Geburtsdatum
    • ggf. Familienstand
    • ggf. Nationalität (wenn Sie kein deutscher Staatsangehöriger sind: Machen Sie Angaben zu Ihrer Aufenthalts-/Arbeitserlaubnis.)
  2. Anschließend fahren Sie mit der Rubrik fort, die für die jeweilige Bewerbung das stärkste Argument beinhaltet. Grundsätzlich ist das Ihr letzter bzw. Ihr aktueller Job, falls Sie noch angestellt sind. Wenn Sie gerade von der Hochschule kommen und noch keine Berufserfahrung haben, nennen Sie hier Ihre Ausbildung. Sollten Sie schon länger arbeitssuchend sein, nennen Sie hier Weiterbildungen, Kenntnisse & Fähigkeiten und anderweitiges Engagement. Wichtig ist in diesem Fall, dass klar wird, dass Sie aktiv sind und nicht „nichts“ tun.
  3. Geben Sie die Informationen zu bisherigen Tätigkeiten nach diesem Muster an: Berufsbezeichnung, Name und Rechtsform des Arbeitgebers, Ort. Ergänzen Sie diese Angaben mit einer Liste Ihrer Verantwortlichkeiten und Aufgaben, Projekten, Erfolgen etc. Schreiben Sie hier keine lange Prosa, sondern Stichpunkte. Aber so, dass der Leser einen echten, lebhaften Eindruck erhält, was Sie in dieser Position gemacht haben.
  4. Informationen zu Ihrer Ausbildung geben Sie so an: Titel der Ausbildung, Name und Rechtsform der Institution, Ort. Reichern Sie diese Daten mit Studieninhalten, Schwerpunkten, Thema der Abschlussarbeit sowie Noten an. Weiterbildungen behandeln Sie genauso. Gehen Sie dabei nicht weiter als fünf Jahre zurück, es sei denn, es ist für die Stelle, auf die Sie sich bewerben, besonders relevant.

Weitere Informationen

  1. Sprachkenntnisse sollten Sie immer zusammen mit dem Niveau Ihrer Kenntnisse nennen (verhandlungssicher, fließend, sehr gut, gut, Grundkenntnisse). Sollten Sie über entsprechende Belege verfügen, nennen Sie konkrete Angaben zu Ihrem Niveau, wie z.B. C1, A2 oder Ihren TOEFL-Score.
  2. Computer- und IT-Kenntnisse brauchen Sie nicht mit Angaben zu Ihrem Niveau versehen. Seien Sie konkret: Schreiben Sie „MS Word“, „Excel“, „Powerpoint“ etc. anstatt „MS Office“ oder „HTML“, „CSS“ und „Wordpress“ anstatt „Website-Erstellung“.
  3. Machen Sie Angaben zu Mitgliedschaften und ehrenamtlichen Engagement, wenn es im weitesten Sinne relevant ist, damit sich der Leser ein umfassendes Bild von Ihnen machen kann. Auch Hobbys und Interessen können Sie auflisten, wenn Sie möchten. Seien Sie dann aber konkret und interessant (also: „Bouldern“ oder „Badminton“ statt „Sport“, „Hochzeitstorten backen“ statt „Kochen“).
  4. Versehen Sie Ihren Lebenslauf am Ende mit dem Ort, Datum und unterschreiben Sie den Lebenslauf (nur auf der letzten Seite). Wir empfehlen, mit einem Füllfederhalter zu unterschreiben, da das am edelsten aussieht. Verwenden Sie blaue Tinte, da sich diese vom restlichen Schriftbild farblich abhebt. Bei Online-Bewerbungen können Sie ein Bild ihrer Unterschrift einscannen und im Dokument platzieren.

Bonus-Tipp

Zuletzt noch ein Extra-Tipp, der Gold wert ist. Es mag aufwändig sein, aber es lohnt sich: Achten Sie darauf, Ihren Lebenslauf bei jeder Bewerbung leicht zu individualisieren. Prüfen Sie dazu, welche Aspekte Ihres Lebenslaufs für den jeweiligen Arbeitgeber besonders relevant sein könnten, und heben Sie diese Aspekte besonders hervor. Zum Beispiel können Sie den jeweiligen Aspekt etwas ausführlicher darstellen oder die Reihenfolge anpassen. Nicht jede Fähigkeit und jede berufliche Vorerfahrung ist für jeden potentiellen Arbeitgeber gleich relevant. Oft müssen die Veränderungen nicht groß sein, können aber einen großen Unterschied machen. Vielleicht haben Sie ein Hobby, das zum Unternehmen passt, oder eine Ihrer früheren Tätigkeiten ist der ausgeschrieben Stelle sehr ähnlich. Betonen Sie diese Aspekte! Wenn Ihnen das gut gelingt, kann es den Unterschied machen. Zum einen werden tatsächlich die für das entsprechende Unternehmen relevanten Aspekte Ihrer Person hervorgehoben, zum anderen merkt man Ihrer Bewerbung (ggf. sogar unbewusst) an, dass sie nicht „von der Stange“ ist und dass Sie sich mit den Anforderungen des Unternehmens auseinandergesetzt haben.

Im nächsten Beitrag geben wir Ihnen nützliche Tipps zum Anschreiben.

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  1. […] In unserem Beitrag vom 17.05.2017 haben wir Ihnen unsere Top-Tipps für das Erstellen Ihres aussagekräftigen Lebenslaufs vorgestellt. Die Qualität Ihrer Bewerbung hängt jedoch ebenso sehr vom Text im Anschreiben ab. Im Lebenslauf präsentieren Sie Ihr Profil; im Bewerbungsanschreiben geben Sie auch Auskunft über Ihre Motivation und zeigen durch Formulierungen Ihre Persönlichkeit. Bevor wir ins Detail gehen, haben wir vorab einige grundsätzliche Gedanken zum Anschreiben. Diese Tipps sind übrigens ein Bestandteil unseres Karriere-Coachings, in welchem wir unter anderem diese Schritte gemeinsam mit Ihnen bearbeiten. […]

  2. […] Wer im Lebenslauf lügt, sollte nicht nur ein schlechtes Gewissen haben, es können sogar rechtliche Konsequenzen drohen – bis hin zur fristlosen Kündigung. Besonders Phasen der Arbeitslosigkeit und Neuorientierung werden gerne verschwiegen. Anstatt Jobs oder Freelancer-Tätigkeiten frei zu erfinden, sollten Sie solche Phasen als „Berufliche Neuorientierung“ kenntlich machen. Diesen und andere gute Tipps finden Sie hier auf merkur.de. Werfen Sie auch einen Blick in unseren Blogbeitrag vom 17.05.2017 zum Thema Lebenslauf. […]

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