Kooperativer Führungsstil: Was Sie von Lukas dem Lokomotivführer lernen können

Wohl die meisten von uns kennen Michael Ende und seine Hauptwerke wie „Momo“ oder „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“. Im letztgenannten Buch fahren der väterliche Held Lukas und der kleine Jim mit ihrer Wunderlokomotive durch das zusammenstürzende „Tal der Dämmerung“ und erleiden anschließend in der „Wüste am Ende der Welt“ einen Maschinenschaden. Lukas findet schnell heraus, dass der „Taktierbolzen“ gebrochen ist. Die Lage ist hoffnungslos und die Geier lauern bereits neben der Lokomotive.

Die einzige Chance besteht darin, dass der schmale Jim in den Kessel eintaucht und auf dessen Grund die alles entscheidende Schraube im Dunkeln und unter Wasser löst. Wie nun Lukas es anstellt, den kleinen Jim auf die Idee zu bringen, diesen für den kleinen Jim hoch riskanten und lebensgefährlichen Tauchgang zu unternehmen, ist beispielhaft: Lukas beschreibt die Situation, das Problem und die Aussichtlosigkeit. Dabei verzichtet er auf jeglichen Manipulationsversuch. Er kommuniziert den Sachverhalt klar und nüchtern. Er dramatisiert nicht, er beschönigt nicht. Lukas überlässt es dem kleinen Jim, selbst auf die Idee zu kommen, den Tauchgang zu unternehmen. Er geht immer wertschätzend mit Jim um, kommuniziert auf Augenhöhe, ganz im Sinne der Transaktionsanalyse vom Erwachsenen-Ich zum Erwachsenen-Ich. Ein besseres Vorbild zum wertschätzenden Umgang mit Mitarbeitenden lässt sich kaum finden – auf diese Weise können erfolgsorientierte Führungskräfte durch eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung nicht nur ihre Kinder, sondern auch ihre Mitarbeitenden selbst ganz ohne Coaching glücklich machen!

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