Foto: Man sitzt gebückt an Schreibtisch vor seinem Computer

Jedes Jahr aufs Neue

Der Jahreswechsel ist gerade vollzogen und bietet für viele Menschen einen guten Anlass für einen Neubeginn. Welche Vorsätze haben Sie sich vorgenommen und was ist aus denen vom letzten Jahr geworden? Oder gehören Sie mittlerweile schon zu den Menschen, die sich gar nichts mehr vornehmen? Oder ertappen Sie sich gerade dabei, dass Sie Vorhaben aus dem letzten Jahr bis heute aufgeschoben haben? Was Sie hier möglicherweise feststellen, nennt man Prokrastination (chronisches Aufschieben).

Aus unterschiedlichen Gründen verfallen wir Menschen in diese Art der Verdrängung. Die einen schieben einen Berg an Aufgaben- und damit das Gefühl der Überlastung- von sich weg, anderen fehlt es einfach an Mut mit der Aufgabenbewältigung zu beginnen. So vermeiden wir Menschen die Angst vor Kritik.- bzw. die Furcht zu scheitern. Nun entsteht vielleicht der Eindruck, man unterläge einer psychischen Krankheit. Das ist meistens nicht so. Denn schließlich habe ich noch keinen einzigen Menschen in meinem ganzen Leben getroffen, dem nicht nach kurzem Nachdenken irgendeine längst fällige, aufgeschobene Aufgabe eingefallen wäre. Wir haben es hier mit einer Arbeitsstörung zu tun, die aus den unterschiedlichen Gründen entsteht. Verschiedene Prozesse, wie beispielsweise Verunsicherung oder ein schlechtes Gewissen (in Bezug auf die jeweilige Sache) können zu einem solchen Verhaltensmuster führen. Ziel ist es, das entsprechende Verhalten vor den dazugehörigen Hintergründen und Umständen zu analysieren und zu verstehen, um sich auf diese Weise der Selbstverurteilung zu entziehen. Die daraus gewonnene Kraft der Erkenntnis trägt dazu bei, neue Verhaltensweisen zu erproben und umzusetzen. Sollten Sie sich durch diesen Beitrag ertappt oder besser verstanden fühlen, sind Sie möglicher Weise in einem Coaching gut aufgehoben. In diesem Sinne: „Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.“ (Mark Twain)