Entgeldtransparenzgesetz wird kaum genutzt

Seit Januar 2018 können Arbeitnehmer/innen in Unternehmen mit mehr als 200 Beschäftigten erfragen, nach welchen Kriterien Gehälter festgelegt werden und wie viel Kolleg/innen mit vergleichbaren Tätigkeiten durchschnittlich verdienen. Von dieser Möglichkeit macht jedoch kaum jemand Gebrauch. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, lag laut eigener Umfrage die Zahl der Gehaltsanfragen in fast allen befragten Firmen zwischen null und 50, obwohl die Konzerne teilweise mehr als 100 000 Beschäftigte in Deutschland haben. Das Entgelttransparenzgesetz sollte vor allem dazu beitragen, dass Frauen zukünftig genauso gut entlohnt werden, wie ihre männlichen Kollegen. Viele Arbeitnehmer/innen wissen entweder nichts von diesem Rechtsanspruch oder fürchten Benachteiligungen durch den Arbeitgeber, wenn sie eine entsprechende Anfrage stellen.