Wie gestalte ich einen erfolgreichen Berufseinstieg?

„Aller Anfang ist eine Chance!“ – Mit einem Coaching den eigenen roten Faden spinnen: Empfehlungen vom Karriere-Experten

Es ist so weit: Das Studium ist geschafft und das Arbeitsleben ruft! Manche haben einen Plan und wissen bereits genau, wie ihre berufliche Zukunft aussehen soll. Andere tappen noch im Dunkeln, wie ein erfolgreicher Berufseinstieg anzugehen ist. Alle müssen einen ersten Schritt tun. Dabei stehen Berufseinsteiger:innen heutzutage vor einer komplexen Situation: Einerseits gibt es mehr Möglichkeiten und Einstiegschancen als je zuvor, andererseits sind die Ansprüche – auf Arbeitnehmer:innen- und Unternehmensseite – höher und die Konkurrenz ist größer denn je.

Ob ahnungslos oder zielorientiert – für alle Jobeinsteiger:innen ist angesichts dieser Herausforderungen ein Karriere-Coaching empfehlenswert. Doch warum eigentlich? Wo liegen für Berufsanfänger:innen die Vorteile eines Coachings? „Das ist wie eine Weichenstellung“, erklärt INQUA Karriere-Coach Johannes Junker: „Ich bin aufnahmebereit wie ein unbeschriebenes Blatt, habe mein Studium abgeschlossen, weiß um meine Fachkompetenzen und habe möglicherweise auch schon ein paar praktische Erfahrungen gesammelt. Das ist der perfekte Moment für die großen Fragen: ‚Was will ich?‘ und ‚Wo will ich hin?‘, aber auch ‚Wo passe ich hin?‘“

Den einen zieht es in eine NGO oder Stiftung, die andere in die freie Wirtschaft. „Es ist wichtig, das früh herauszufinden, denn so hat man die Chance, genau die Stelle zu bekommen, die zu einem passt“, weiß Junker aus Erfahrung. Ob man das Ziel schon klar vor Augen hat oder noch mit der Suche beschäftigt ist – beiden Seiten kann geholfen werden: „Wenn jemand bereits einen Plan hat, helfen wir dabei, diesen auf potenzielle Stellen zu übertragen und testen den Einstieg. Wer noch keinen Plan hat, kann mit Hilfe des Karriere-Coachings zunächst genau diesen entwickeln. Und zwar sowohl länger- als auch kurzfristig.“

Bewährte Instrumente für Neulinge im Berufsleben

Junger Geschäftsmann öffnet Tür symbolisch für erfolgreichen Berufseinstieg
Selbstbewusst durch Coaching: Die Analyse der eigenen Kompetenzen ist ein Türöffner für den Berufseinstieg

Der biografieorientierte Ansatz des INQUA-Instituts findet auch beim Coaching für Berufseinsteiger:innen Anwendung: Die Stärken und Entwicklungsfelder der Coachees ebenso wie ihre Werte und Interessen werden mit der Methode High Profiling® und der Ressourcenorientierten Genogrammarbeit analysiert und mit ihren Berufsvorstellungen und -wünschen abgeglichen. Von dieser Herangehensweise profitieren Universitätsabsolvent*innen übrigens genauso wie Quereinsteiger:innen, denn die Herausforderungen sind ähnlich: Wer eine Neuorientierung oder einen Neuanfang wünscht, ist sich der eigenen Kompetenzen oft nicht wirklich bewusst und kann sie dann auch nicht zielgerichtet einsetzen.

Und das ist eine der größten Hürden: Vor allem Berufseinsteiger:innen können die eigenen Fähigkeiten noch nicht richtig einordnen und für sich nutzen. Ob falsche Bescheidenheit oder zu hohe Erwartungen –  beides ist keine Seltenheit bei Neulingen im Berufsleben. Manche*r überschätzt sich und hat überzogene Ansprüche, weil er*sie die Arbeitsrealität noch nicht richtig einschätzen kann. So jemand geht vielleicht zu forsch vor. Andere wiederum stellen ihr Licht unter den Scheffel und sind viel zu bescheiden. „Gerade bei Geisteswissenschaftler:innen beobachte ich häufig, dass sie die unglaublichen Kompetenzen, die sie mitbringen, teilweise gar nicht ins rechte Licht zu setzen wissen“, so Johannes Junker.

Wie setze ich mich von der Konkurrenz ab?

Der Karriere-Coach empfiehlt, den „eigenen roten Faden“ zu spinnen. Für Berufsanfänger:innen ist diese Selbst-Positionierung – das Entwickeln eines sogenannten Personal Branding – gar nicht so einfach. „Ich kann jede und jeden nur dazu ermutigen, sich zu fragen: Was ist mein Blick auf diesen Job? Habe ich hier die Chance, mich zur Expertin, zum Experten zu entwickeln?“ Aus seiner Praxis weiß Junker: „Vielleicht der größte Fehler, den Berufseinsteiger:innen machen, ist, dass sie auf alles passen und es allen recht machen wollen.“

Der Karriere-Experte rät dazu, die Erfahrungen, die in einem potenziellen Job gesammelt werden können, höher zu gewichten als die Bezahlung: „Wenn ich auf tolle und interessante Leute treffe, etwas lernen und mich weiterentwickeln kann, dann habe ich doch mehr davon, als wenn ich einen Job habe, der zwar sehr gut bezahlt wird, bei dem ich aber immer nur Papiere von A nach B verschiebe und mich irgendwann langweile.“

Wer seine Expertise einbringen und erweitern will, sollte also nach einer Position suchen, die spannende Aufgaben verspricht. Dazu gilt es, sich die Traumstelle genauestens anzuschauen: „Was mache ich dort? Kann ich Fragen stellen und mich mit den Kolleg*innen austauschen? Was kann ich hier lernen und habe ich Entwicklungschancen?“ Das ist langfristig vorteilhafter als die Einstellung „Besser irgendwas als gar nichts“.

Praktische Erfahrungen, sei es durch Student*innen- oder Nebenjobs, Freiwilligenarbeit oder Praktika, setzen viele Arbeitgeber:innen mittlerweile meist voraus. Wer hier schon eine Besonderheit vorzuweisen hat, wie beispielsweise eine Auslandserfahrung oder ein Praktikum, sollte diesen Pluspunkt selbstbewusst ausspielen. Und zwar nicht erst beim Berufseinstieg, sondern schon im Karriere-Coaching: „Mit den Erfahrungen, sich im sozialen Kontext eingebracht und Praxisluft geschnuppert zu haben, kann man sehr gut arbeiten, weil sich hier besonders viel herausholen lässt“, so der INQUA Coach.

Perfektionieren Sie Ihre digitalen Kompetenzen!

Dank der Digitalisierung gibt es heute zahlreiche Möglichkeiten, die eigene Nische zu finden und sich entsprechend zu positionieren. Das setzt eine gute Recherche voraus – eine weitere entscheidende Fähigkeit, die im Coaching vermittelt und perfektioniert wird. Die Recherchekompetenz steht in einer Reihe mit der Optimierung von Bewerbungsunterlagen und -strategien und dem Üben von Bewerbungsgesprächen. Ein wichtiges Werkzeug hierfür sind die digitalen Netzwerke, speziell die Plattformen LinkedIn und XING, um die Arbeitssuchende heute kaum noch herumkommen. Sie sind ein perfektes Übungsfeld, um Initiative zu ergreifen und die eigene Netzwerkkompetenz auszubauen.

„Hier kann man ruhig ein bisschen mutig sein, indem man seine Fühler ausstreckt und auch ohne Bewerbung oder Einladung einfach mal nachfragt: ‚Was arbeiten hier für Leute?‘ oder ‚Was macht ihr hier genau?‘ Eine hervorragende Möglichkeit, um mit Menschen ins Gespräch zu kommen und sich auszuprobieren“, empfiehlt Johannes Junker und fügt hinzu: „Digitale Kompetenz ist bei Berufseinsteiger:innen einer der größten Vorteile gegenüber älteren Arbeitssuchenden. Wer sich auskennt und den Einstieg in ein Unternehmen schafft, das digital noch nicht so aktiv ist, kann beispielsweise vorschlagen, mal ein neues Tool auszuprobieren. Das ist ein sehr positiver Input für ein Unternehmen.“

Gut vorbereitet im Online-Job-Interview glänzen

Auch was das Vorstellungsgespräch betrifft, stehen Berufseinsteiger:innen gerade in diesen Zeiten vor neuen Herausforderungen. Häufig wird das Bewerbungsgespräch online geführt. „Das im Vorfeld zu üben ist ein weiterer wichtiger Bestandteil speziell der neuen INQUA Maßnahme Karriere-Coaching mit High Profiling® Digital", erklärt der Coach. „Hier legen wir einen besonderen Schwerpunkt auf die Stärkung der digitalen Kompetenzen als Karrieresprungbrett.“ Coachees haben außerdem die Möglichkeit, zwischen Präsenz-, Online-Coaching und einer Mischung aus beidem zu wählen. Wer sich für die Online-Variante entscheidet, erlernt den souveränen Umgang mit dem Medium Videokonferenz quasi nebenbei.

Für all diejenigen, die ihren Berufseinstieg aufgrund der Corona-Pandemie komplett online bewältigen müssen, hat Junker noch ein paar tröstende Worte: „Machen Sie sich bewusst, dass das eine Übergangssituation ist. Bewerten Sie den Moment nicht über und lassen Sie sich nicht herunterziehen. Der Tag, an dem wir in der Mittagspause wieder mit den Kolleg*innen Kaffee trinken können, kommt ganz bestimmt!“

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Fotos: Adobe Stock – mediaparts (Titelbild); Drobot Dean

 

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