Berufliche Rehabilitation: Der richtige Job für meine neue Lebensphase

Ein Verkehrsunfall, ein Burn-out, eine langwierige Erkrankung – so eine Situation kann uns alle treffen, ganz unabhängig von Alter und körperlicher Verfassung. Danach ist vieles nicht mehr, wie es war. Häufig ist es für die betroffenen Menschen nicht mehr möglich, die bisherige Tätigkeit in gleicher Weise weiterzuführen.  So wollen sich die einen beruflich neu ausrichten, weil es der Job war, der sie krank gemacht hat. Andere sind schlicht nicht mehr in der Lage, ihrem alten Job nachzugehen, und müssen sich deshalb umorientieren. Rehabilitations-Coaching, kurz Reha-Coaching, richtet sich an Menschen, die nach einem krankheitsbedingten Einschnitt in ihrem Leben genau an dieser Stelle stehen.

Da ist zum Beispiel der Speditionsleiter, der einen extrem stressigen Job hat. Nach einem Herzinfarkt sagen sowohl seine Ärzte als auch seine Familie – und nicht zuletzt er selbst –, dass er sich diesem Stress auf keinen Fall wieder aussetzen darf. Da ist die Leiterin einer Kindertagesstätte, die viele Monate lang versucht, die Krankheitstage der Kolleg:innen durch persönlichen Einsatz auszugleichen, bevor sie schließlich mit einem Burn-out ausfällt. Der nächste Zusammenbruch ist vorprogrammiert, wenn sie nach der Genesung in gewohnter Weise weiterarbeitet. Oder die Projektmanagerin einer Event-Agentur, die nach einem Verkehrsunfall nicht mehr so mobil ist wie vorher und ihre Außentermine nicht mehr in gewohntem Umfang wahrnehmen kann.

Veränderte Leistungsfähigkeit: Wie soll es weitergehen?

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In all den oben genannten Fällen steht zuallererst natürlich eine medizinische Rehabilitation an – die physische und psychische Gesundheit dieser Menschen muss wiederhergestellt sein, bevor sie an eine Rückkehr in die Arbeitswelt denken können. Erst nach der Genesung kann es wieder um die Teilhabe am Arbeitsleben gehen. Spätestens hier aber sollte ein bewusstes Innehalten erfolgen: Will ich zurück in meinen bisherigen Job? Kann ich zurück in meinen alten Job? Und wenn nicht: Wie soll es jetzt weitergehen?

Bei der Beantwortung dieser Fragen kann das INQUA Karriere-Coaching eine sinnvolle Unterstützung bieten. Karriere wird häufig mit „der Weg nach oben“ übersetzt. Tatsächlich bedeutet der Begriff einfach nur „Laufbahn“. Im Karriere-Coaching geht es um die bewusste Gestaltung dieser Laufbahn – und zwar auf Basis der individuellen Kompetenzen, Fähigkeiten und Bedürfnisse. Das INQUA Reha-Coaching unterstützt Klient:innen nicht nur dabei, den passenden Job zu finden, sondern auch den Weg dorthin erfolgreich zu gestalten.

Beim Start eines Reha-Coachings spielt der Zeitpunkt eine wichtige Rolle. Das INQUA Karriere-Coaching dauert zwei bis drei Monate. Dabei sollte der Zeitraum zwischen dem Ende des Coachings und dem Einstieg in den neuen Beruf möglichst kurz sein. So können Klient:innen das Coaching dazu nutzen, sich in laufenden Bewerbungsprozessen individuell unterstützen zu lassen.

Ablauf: Was passiert beim Reha-Coaching?

ein-neuer-tag-beginntFür Menschen, die aus einer Krankheit kommen, ist es wichtig, den richtigen Job für den neuen Lebensabschnitt zu finden. Da muss die Tätigkeit zur veränderten Leistungsfähigkeit passen und das neue Unternehmen das richtige Umfeld bieten. Um tragfähige berufliche Optionen zu entwickeln, gilt es, sich selbst in seiner Gesamtheit zu reflektieren. Gemeinsam mit dem Coach blickt der:die Klient:in auf die bisherige Berufsbiografie. Leitfragen wie „Was kann ich?“, „Was hat mir Freude gemacht?“, „Was ist mir leicht von der Hand gegangen?“ oder „Was hat mich motiviert, was demotiviert?“ helfen dabei, die Rahmenbedingungen für die neue berufliche Situation zu formulieren. Darüber hinaus unterstützen die Coaches dabei, einen positiven Blick auf die veränderte Situation zu entwickeln. In Krisen werden häufig neue Fähigkeiten und Kompetenzen erworben. Der biografieorientierte Ansatz High Profiling® des INQUA-Instituts ist eine gute Methode, um zu diesen Erkenntnissen zu gelangen.

Aus den Optionen werden im nächsten Schritt konkrete Ziele gebildet und eine Bewerbungsstrategie wird abgeleitet: Wie präsentiere ich mich vor dem Reha-Hintergrund auf dem Arbeitsmarkt? Wie kommuniziere ich den Knick in meinem Lebenslauf? Wie kann ich meine neuen Bedürfnisse angemessen im Einstellungsgespräch verhandeln? An dieser Stelle ist die innere Haltung der Klient:innen entscheidend – und auch daran wird im Reha-Coaching gearbeitet: Statt einer Bittstellerhaltung geht es um ein Gespräch auf Augenhöhe, in dem beide Gesprächspartner eine mögliche Passung überprüfen.

Finanzierung: Kann ich mir ein Reha-Coaching leisten?

Rehabilitations-Coaching ist ein Mosaikstein in der Landschaft der beruflichen Rehabilitation. Daher kann es auch von der Deutschen Rentenversicherung oder der Berufsgenossenschaft als „Leistung zur Teilhabe am Arbeitsleben“ (LTA) mit dem Schwerpunkt „Berufliche Orientierung“ finanziert werden. Leistungsberechtigt sind Menschen, die mindestens 15 Jahre lang Beiträge in die Deutsche Rentenversicherung eingezahlt haben, oder Menschen, die sich direkt aus einer medizinischen Reha heraus für solch eine LTA entscheiden. Bei der zweitgenannten Variante ist es zuträglich, wenn die Notwendigkeit einer beruflichen Umorientierung im ärztlichen Abschlussbericht der medizinischen Reha empfohlen wird. Betroffene sollten dies im Auge haben und ihren Bedarf dazu mit ihrem Arzt besprechen.

Viele Menschen bekommen nach einer medizinischen Reha von ihren Rentenversicherungs- oder Fachberater:innen proaktiv eine berufliche Rehabilitation angeboten. Hier gilt ein Wunsch- und Wahlrecht: Niemand muss die angebotene Maßnahme annehmen, sondern kann eigene Vorschläge für sinnvolle Rehabilitationsmaßnahmen einbringen. Hier gilt es, gut zu überlegen: Welche Art von Unterstützung brauche ich? Welche Art Maßnahme passt zu mir?

Wer bereit ist, sich intensiv und strukturiert eine tragfähige berufliche Zukunft für den neuen Lebensabschnitt zu erarbeiten, findet mit dem INQUA Karriere-Coaching eine sinnvolle Unterstützung.

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