Das perfekte Anschreiben für Ihre Bewerbung

Das perfekte Anschreiben für Ihre Bewerbung – Tipps, Methoden und Beispielformulierungen

In unserem Beitrag vom 17.05.2017 haben wir Ihnen unsere Top-Tipps für das Erstellen Ihres aussagekräftigen Lebenslaufs vorgestellt. Die Qualität Ihrer Bewerbung hängt jedoch ebenso sehr vom Text im Anschreiben ab. Im Lebenslauf präsentieren Sie Ihr Profil; im Bewerbungsanschreiben geben Sie auch Auskunft über Ihre Motivation und zeigen durch Formulierungen Ihre Persönlichkeit. Bevor wir ins Detail gehen, haben wir vorab einige grundsätzliche Gedanken zum Anschreiben. Diese Tipps sind übrigens ein Bestandteil unseres Karriere-Coachings, in welchem wir unter anderem diese Schritte gemeinsam mit Ihnen bearbeiten.

Das Anschreiben – Grundlegende Prinzipien

  1. Bewerbungen zu verfassen ist ein Job für sich. Gehen Sie diese Aufgabe professionell an und betrachten Sie diese als positive Herausforderung – nicht als lästige Zwischenaufgabe. Dazu gehört auch eine gründliche Recherche über den potentiellen Arbeitgeber. Planen Sie 3-6 Stunden für ein Anschreiben ein, je nachdem, wie genau Sie schon wissen, was Sie schreiben möchten, und wie viel Erfahrung Sie haben.
  2. Machen Sie eine/n Ansprechpartner im Unternehmen ausfindig und bringen Sie in Erfahrung, an wen Sie die Bewerbung richten sollen. Wenn dies nicht aus der Stellenbeschreibung eindeutig hervorgeht, hilft nur der Griff zum Hörer. Trauen Sie sich! Ein solcher Anruf zeigt ernsthaftes Interesse und Professionalität. Eine Anrede à la „Sehr geehrte Damen und Herren“ sollten Sie nur in Ausnahmefällen verwenden, z.B. wenn Ihre Bewerbung voraussichtlich von einem Gremium aus mehreren Personen gelesen wird.
  3. Bewerbungen sind immer individuell. Das bedeutet, dass es keine 100-Prozent-Lösung gibt. Erleichternd, nicht wahr? Verstehen Sie das Anschreiben also vielmehr als erste Arbeitsprobe und Visitenkarte. Folgende zwei Leitfragen sollten Sie beim Verfassen immer im Auge behalten: Warum bewerben Sie sich? Warum sind Sie der beste Kandidat/die beste Kandidatin für die Stelle?
  4. Überzeugen Sie mit gesundem Selbstbewusstsein, Sorgfalt, Originalität und Ihrer Persönlichkeit. Vermeiden Sie ausufernde Formulierungen und überzogene Prahlerei.
  5. Im Zweifel ist weniger oft mehr! Liefern Sie so viele Informationen wie nötig und so wenig wie möglich. Das Anschreiben sollte die Höhepunkte aus Ihrem Lebenslauf präsentieren, die am besten zur ausgeschriebenen Stelle passen.
  6. Sehen Sie Anschreiben und CV als eine zusammengehörige Einheit. Achten Sie auf eine einheitliche Gestaltung und darauf, dass sie inhaltlich zusammenpassen.
  7. Wenn Sie nicht ganz sicher sind, dass in einer bestimmten Branche oder Firma das Gegenteil gilt: Halten Sie sich an gängige Regeln der schriftlichen Korrespondenz und die üblichen Floskeln. Hier wird Experimentierfreude nicht von allen geschätzt.
  8. Nachdem Sie eine erste Fassung erstellt haben, schlafen Sie eine Nacht darüber und geben Sie Ihrem Anschreiben dann den Feinschliff. Lesen Sie Ihr Anschreiben und Ihren Lebenslauf unbedingt Korrektur oder (noch besser) lassen Sie dies von einem Bekannten erledigen. 45 Prozent der HR-Verantwortlichen sortieren schon nach einem Schreibfehler aus, 55 Prozent schreiben den Kandidaten ab dem zweiten Tippfehler ab.

Versetzen Sie sich in die Lage des Adressaten!

Bevor Sie anfangen zu schreiben, versuchen Sie sich so konkret wie möglich in die Perspektive der Person zu begeben, die Ihre Bewerbung lesen wird. Dieser Punkt ist entscheidend. Was würden Sie lesen wollen, wenn Sie die Stelle vergeben könnten. Wie sähe Ihr/e ideale Kandidat/in aus? Welche Argumente würden Sie überzeugen, eine Einladung zum Vorstellungsgespräch auszusprechen? Der oder die Personalverantwortliche möchte vor allem wissen, was Sie dem Unternehmen zu bieten haben. Daher fragen Sie sich beim Formulieren nicht „Warum möchte ich diesen Job?“, sondern „Welchen Nutzen bringe ich dem Unternehmen?“

Personaler/innen möchten und müssen alle relevanten Informationen möglichst schnell erfassen. Die Mehrzahl der Personaler/innen hat weniger als 5 Minuten Zeit, eine einzelne Bewerbung zu sichten. Mehr als ein Drittel wendet weniger als 3 Minuten auf. Weniger als 5 Prozent wenden mehr als 15 Minuten auf. Arbeiten Sie deshalb dem Empfänger zu und machen sie diesen das Leben leichter.

Dieser Gedanke sollte sich auch im Stil des Anschreibens niederschlagen. Seien Sie prägnant! Ein Personaler ermüdet schnell bei langen Sätzen, Aufzählungen und vielen Substantiven. Vor allem, wenn er über 50 Bewerbungen für eine Stelle lesen muss. Verwenden Sie deshalb kurze, prägnante Sätze. Als Grundregel gilt: Kein Satz sollte länger als zwei Zeilen sein. Bilden Sie ggf. mehrere Sätze aus einem zu langen Satz und nutzen Sie lieber flotte, aktive Verben anstatt zu vieler schwerer Substantive.

Form und Struktur

Ihr Anschreiben sollte in der Regel nicht mehr als eine DIN-A4 Seite umfassen und aus drei bis vier (max. fünf) Absätzen bestehen. Daten, wie Jahreszahlen von Abschlüssen, Namen von Universitäten o.ä. sind im Lebenslauf zu finden. Wiederholen Sie nicht alle Fakten im Anschreiben, sondern nur, wenn es inhaltlich Sinn ergibt. Wichtige Informationen im Anschreiben sollten im Lebenslauf „belegt“ sein.

Format und Schrift Ihres Anschreibens sollte zum Lebenslauf passen. Verwenden Sie die gleiche Schriftart, Abstände, Schriftgrößen (wenn möglich). Man sollte auf einen Blick erkennen, dass Anschreiben und Lebenslauf zusammengehören. Übliche Schriften sind Calibri, Corbel, Verdana, Arial/Helvetica, bei eher konservativen Institutionen sind auch entsprechende Fonts möglich, z.B. Garamond oder Times New Roman. Die Schriftgröße sollte mit 11-12 Punkt angegeben werden, um gut lesbar zu sein. Wählen Sie als Zeilenabstand im Fließtext „einzeilig“ oder etwas mehr mit einer proportionalen Angabe wie „120%“.

Bei Email-Bewerbungen verwenden Sie den Text des Anschreibens in der E-Mail, hängen das Anschreiben jedoch zusätzlich als PDF-Dokument an die E-Mail an.

Elemente des Anschreibens

Einige Daten dürfen in keinem Anschreiben fehlen. Diese Elemente sollte Ihr Anschreiben enthalten, und zwar in dieser Reihenfolge:

  • Absender (Titel, Name, Adresse, Telefonnummer/Mobil, E-Mail-Adresse)
  • Datum
  • Empfänger (Firma, Vor- und Zuname des Adressaten, Adresse)
  • Betreffzeile + Referenz: Wo wurde die Stellenausschreibung gefunden? („Bewerbung als XXX, Ihre Stellenanzeige vom XX.XX.2017 in XXX“)
  • idealerweise persönliche Anrede (“Sehr geehrte Damen und Herren” nur verwenden, wenn Sie den Namen der/des Personalverantwortlichen nicht kennen, s.o.)
  • Fließtext (der eigentliche Text des Anschreibens)
  • Unterschrift (bei digitalen Bewerbungen können Sie ein eingescanntes Bild Ihrer Unterschrift ins Dokument einfügen)
  • Anlagen (Auflistung der beigefügten Dokumente, z.B. Lebenslauf, Zeugnisse, Zertifikate)

Im Detail: Der Text im Anschreiben

Für Ihren Fließtext schlagen wir eine inhaltliche Aufteilung in vier inhaltliche Blöcke vor. Diese Blöcke könne Sie wie Bausteine oder Puzzleteile betrachten, und sich jedes einzeln vornehmen, um Ihre Bewerbung Schritt für Schritt zu erstellen.

  1. Einstieg
  2. Darstellung Ihres Profils – Berufserfahrungen, Qualifikationen/Studienabschluss
  3. Persönlicher Bezug zur Position, Soft-Skills, Spezialkenntnisse
  4. Gehaltsvorstellungen und Abschluss

Wenn Sie die oben beschriebenen Grundsätze für das Anschreiben berücksichtigen und eine Struktur entworfen haben, sollen Ihnen folgenden Tipps und Formulierungen beim Schreiben des Fließtextes helfen.

a) Der richtige Einstieg

„Sie haben keine zweite Chance, einen ersten Eindruck zu machen.“

Dieses bekannte Zitat macht die Bedeutung eines guten Einstiegs deutlich. Der Einstieg sollte kurz und knapp sein und ein starkes Argument enthalten, warum gerade Sie auf die Stelle passen. Vermeiden Sie belanglose Satzteile wie z.B. „Mit großer Freude …“, „Hiermit bewerbe ich mich …“

Stattdessen stellen wir Ihnen fünf Varianten vor, die Sie je nach Bedarf einsetzen können:

Variante I: Das Beste Argument zuerst

Nichts wirkt so überzeugend wie eine entsprechende Qualifikation und Berufserfahrung. Wenn Sie die perfekten Voraussetzungen für die ausgeschriebene Stelle mitbringen, empfehlen wir nach der Begrüßungsformel am Eingang eines Anschreibens gleich mit der „Tür ins Haus zu fallen“. Beispiele:

„Als Literaturwissenschaftler mit mehrjähriger Marketingerfahrung würde ich mich freuen, Ihren Verlag bei der Entwicklung der Onlinepräsenz zu unterstützen.“

„Ich möchte mich Ihnen als Event- und Kulturmanager mit umfassender Erfahrung in der Konzeption, Organisation und Durchführung kultureller Veranstaltungen – u.a. für die Berlinale und die IFA – vorstellen.“

Variante II: „Sie suchen … „

Um bei dem oder der Personaler/in ein Gefühl von „Ja, genau das suche ich!“ hervorzurufen, können Sie – angelehnt an die Kommunikationsmethode des aktiven Zuhörens – eine Formulierung wählen, die vermutete Anforderungen (in eigenen Worten und nicht wie in der Stellenausschreibung) aufgreift. Beispiel:

„Sie suchen eine Projektassistentin für die globale Betreuung Ihrer Kunden? Als kommunikationsstarke Trainerin und Beraterin mit über 10 Jahren Erfahrung in der Entwicklungszusammenarbeit bringe ich dafür die besten Voraussetzungen mit.“

Variante III: Gleich ins Thema einsteigen

Eine innovative Möglichkeit ist, die thematischen Aspekte der Position mit den eigenen Qualifikationen bereits am Eingang des Anschreibens zu verknüpfen. Beispiel:

„Die Position der Bereichsleitung für die „HIV-Prävention“ ist für mich als langjährige Referentin im Gesundheitssektor Herausforderung und Chance zugleich. Eine Herausforderung, sich mit einem Thema, das kaum an Aktualität verliert, auseinanderzusetzen, um an der Gestaltung zeitgemäßer und adressatenorientierter Angebote der Landesstelle mitzuwirken. Eine Chance, um mit stärkerer Personalverantwortung neue Strategien flächendeckend implementieren zu können.“

Variante IV: Werteorientiert

Eine weitere innovative Möglichkeit besteht darin, die Werte der Firma/des Produkts/der Dienstleistung aufzugreifen und mit den eigenen Werten/der eigenen Berufsbiographie zu verbinden.

„Sehr geehrte Frau X,

kann die vegane Bewegung unsere Ernährungsmuster nachhaltig positiv beeinflussen? Steigende Zahlen bekennender Vegetarier und Veganer sowie eine verstärkte öffentliche Wahrnehmung zeigen, dass die Bewegung in der Mitte unserer Gesellschaft angekommen ist. Ich glaube fest daran: Vegetarismus und Veganismus sind die Ernährungsmodelle der Zukunft!

Diese Überzeugung veranlasst mich zur Bewerbung als (bisherige Berufserfahrungen/Studium)…“

Variante V: Unser Telefonat

„Sehr geehrte Frau Müller,

vielen Dank für unser freundliches, informatives Telefongespräch vom 01.03.2017, das meinen Wunsch bestärkt hat, mich auf die ausgeschriebene Stelle in der Kommunikationsabteilung Ihres Unternehmens zu bewerben. In Ihrer zu besetzenden Position könnte ich meine Kompetenzen in integrierter Kommunikation und PR ideal mit Ihren Anforderungen verknüpfen.“

b) Darstellung ihres Profils

In diesem Abschnitt beschreiben Sie Ihre beruflichen Erfahrungen. Alle relevanten Qualifikationen und Berufserfahrungen sollten Sie hier zusammenfassen und diese mit aktiven Verben beschreiben. Möglich sind auch berufliche Erfolge oder Erfahrungen, die mit Zahlen unterlegt werden, z.B. Projekt-, Budget- oder Mitarbeiterverantwortung.

Namen von Orten, Universitäten, Firmen etc. müssen hier nicht zwangsläufig genannt werden. Diese stehen im Lebenslauf. Es sei denn, es sind für den jeweiligen Bereich oder ganz allgemein Top-Adressen, z.B. Stanford, HU Berlin, Google, etc.

Im Folgenden finden Sie Beispiele, die handlungsorientiert mit aktiven Verben und teilweise belegbar, z.B. durch Zahlen, sind:

„Bei der Kommunikationsagentur 24/7-Media übernahm ich in kürzester Zeit vielfältige Aufgaben im Projektmanagement. Hierzu zählten auch die eigenständige Budgetkontrolle von mehr als 100.000 Euro/Jahr, die Prozesssteuerung und die kaufmännische Abwicklung inklusive Rechnungswesen.“

„Im Zuge der Gründung der LOOK! GmbH etablierte und implementierte ich relevante Prozesse für die Kundenberatung, u.a. ein kennzahlenbasiertes Online-Tool für die Erhebung der Reichweite der Marken X, Y und Z.“

„Bei der TIGER-GmbH assistierte ich der Geschäftsleitung im operativen Tagesgeschäft und bei strategischen Aufgaben.“

„Mehr als fünf Jahre gestaltete ich die Entwicklung der Kampagne „Gib Tabak keine Chance!“ an Bayrischen Gymnasien aktiv mit. In Kooperation mit den umsetzenden Trägern ist es meinem fünfköpfigen Team gelungen, ein Programm zu etablieren, das soweit wie nötig geregelt ist und soweit wie möglich Freiräume lässt. Bis dato beteiligen sich daran mehr als 40 Schulen mit einem jährlichen Gesamtbudget von mehr als 300.000 Euro.“

„Die von mir eigenständig betreuten Projekte Klimaschutz-Barometer und Bayrischer Bürgerpreis realisierte ich mit nachweisbar hoher Kundenzufriedenheit und sicherte deren Folgebeauftragung.“

„In einer Public Relations- und Kommunikationsagentur absolvierte ich erfolgreich ein zwölfmonatiges Volontariat. Dabei betreute ich eigenverantwortlich Kunden aus dem KMU-Segment, erstellte Pressetexte, betrieb die Pflege der Kundendatenbank und organisierte PR-Veranstaltungen.“

Was tun bei geringer Arbeitserfahrung?

Besonders bei geringer Arbeitserfahrung sollten Ihre Studienleistungen, Praktika, ehrenamtliche Tätigkeiten und deren Bezug zur ausgeschriebenen Stelle im Fokus stehen. Ggf. können Sie diese auch im zweiten Abschnitt oder als stärkstes Argument am Anfang des Anschreibens verwenden.

„Bereits während meines betriebswirtschaftlichen Studiums übernahm ich für die Geschäftsleitung des Startups „Späti 24/7“ verschiedene Assistenzfunktionen. So erstellte ich ein Performance Measurement Modell und erstellte Anforderungsbeschreibungen für Kunden.“

„Den für eine redaktionelle Tätigkeit nötigen sicheren Umgang mit zielgruppengerechter Sprache und Rhetorik erwarb ich in meinem sprachwissenschaftlichen Master-Studium.“

„Thematisch setzte ich mich mit Volksabstimmungen als studentischer Mitarbeiter am Otto-Suhr-Institut der FU Berlin auseinander, u.a. in der Organisation der Tagung ,Basisdemokratie – Segen oder Fluch für die EU?´ und im Lektorat des gleichnamigen Tagungsbandes.“

„Als ausgebildete Reiseverkehrskauffrau finanzierte ich mein Studium der Sportwissenschaften durch kontinuierliche Aufträge im Eventmanagment- und Travel-Bereich, u.a. für Hertha BSC und für TUI.“

c) Persönlicher Bezug, Soft-Skills, Spezialkenntnisse

Weitere Kenntnisse und Weiterbildungen

Um Ihr Profil vom Bewerberfeld abzuheben sollten Sie auch sogenannten Soft-Skills, Spezialkenntnisse und/ oder Ihren Bezug zur Position/zum Unternehmen im Anschreiben darstellen. Kleiner Tipp: Hier bietet sich auch die Chance, auf den ersten Blick irrelevante Stationen, Kompetenzen und Erfahrungen in ein positives Licht zu rücken.

Hier einige Beispiele für die Formulierung von Weiterbildungen und Spezialkenntnissen:

„Als Informatiker mit einer einjährigen Weiterbildung „Business Model Generation“ verbinde ich konzeptionell-strategisches Denken mit Freude an technologischen Details.“

„Als Lehrbeauftragte an der Design-Hochschule Bremen etablierte ich innovative Ansätze aus der Kunstpädagogik.“

„Ich würde mich sehr freuen, mehrsprachige Übersetzungskompetenzen zusammen mit einer Affinität für den arabischen Kulturraum in Ihr Unternehmen einzubringen.“

„Aufgrund meines Auslandsstudiums an der europäischen Universität Maastricht kommuniziere ich verhandlungssicher in Englisch.“

„Meine bilinguale Sozialisation und Bildung ermöglicht mir eine selbstverständliche mündliche und schriftliche Kommunikation in Deutsch und Spanisch.“

„Derzeit vertiefe ich meine im Studium erworbenen Kenntnisse im CAD-Programm CATIA in einer IHK-zertifizierten Weiterbildung.“

„Vor meinem sehr gut abgeschlossenen betriebswirtschaftlichen Studium absolvierte ich eine kaufmännische Berufsausbildung bei BASF. Dies ermöglichte mir umfangreiche Einblicke in die Strukturen und Prozesse eines internationalen Großkonzerns.“

Soft-Skills

Soft-Skills oder auch soziale Kompetenzen sind für den Leser Ihrer Bewerbung sehr wichtig. Dabei handelt es sich hier oft um Behauptungen, die nicht immer durch Zeugnisse etc. belegt werden können. Fähigkeiten, die Sie sich selbst zuschreiben, sollten Sie also, wenn möglich, durch Stationen in Ihrem Lebenslauf oder zumindest durch den Stil Ihrer Bewerbung glaubwürdig machen. Hier einige gelungene Beispiele:

„Immer einen Schritt weiterdenken, dabei das Wesentliche im Blick behalten und die Interessen der Stakeholder abzuwägen, bestimmen mein strategisches Handeln.“

„Ob direkte Ansage, humorvolle Rückmeldung oder druckreife Dokumentation, den richtigen Ton und das geeignete Format zu finden, ist mein Anspruch in der internen wie externen Kommunikation.“

„Als ausgebildeter Bürokaufmann arbeite ich selbstverständlich kostenbewusst und transparent. Auch in schwierigen Situationen agiere ich strukturiert, umsichtig und verbindlich.“

„Eine mehrjährige nebenberufliche Tätigkeit in der Ferienbetreuung von 6-10-jährigen Kindern befähigt mich, auch in schwierigen Situationen effektiv und beziehungsorientiert zu kommunizieren.“

„Dank meines Auslandsstudiums an der englischsprachigen Business-School in Brüssel und meiner Mitarbeit am Max-Planck-Institut schätze ich die Zusammenarbeit in internationalen Teams.“

Bezug zum Unternehmen/ zur Branche

Wenn Sie sich bei einem Unternehmen bewerben, mit dem Sie persönlich bereits Erfahrungen gesammelt haben und etwas Positives verbinden, ist das auch eine Erwähnung im Anschreiben wert. Auch wenn Sie gleiche oder ähnliche Werte vertreten, sollten Sie dies kommunizieren. Vielleicht haben Sie auch in der Branche, in der der das Unternehmen tätig ist, Erfahrungen gesammelt, die nützlich sein könnten. Dieser Abschnitt kann in manchen Bewerbungen den kleinen Unterschied ausmachen. Hier haben wir drei Beispiele für Sie.

„Durch freiberufliche Aufträge für verschiedene Banken eignete ich mir umfassende Kompetenzen im kundensensiblen Umgang innerhalb des Dienstleistungssektors an. Gern unterstütze ich Ihr Unternehmen dabei, Kundenbedürfnisse präziser zu definieren und damit weiter zu wachsen.“

„Als gläubige Katholikin korrespondieren meine Werte mit der Ausrichtung des „Refugees-Welcome“ Vereins. Es würde mich sehr freuen, Ihre wertvolle Arbeit mit geflüchteten Menschen als Juristin zu unterstützen.“

„Seit über zehn Jahren bin ich selbst leidenschaftlicher Taucher. Mit der Marke „Dive-Deep“ habe ich viele positive Erfahrungen gesammelt und konnte mich persönlich von Ihrem sehr hohen Qualitätsanspruch überzeugen. Diesen professionell zu stärken, würde mich als Key Account Manager in Ihrem Unternehmen reizen.“

d) Gehaltsvorstellungen und Abschluss

Gehalt

Das Thema Gehalt wird meist erst im Vorstellungsgespräch erstmals zur Sprache kommen. Doch für Ihre Bewerbung ist zunächst wichtig: Nennen Sie Ihre Gehaltsvorstellung nur, wenn dies auch gewünscht ist. Entweder steht dies in der Stellenausschreibung oder Sie wurden im Telefonvorgespräch darauf hingewiesen. In manchen Branchen oder in anderen Ländern ist es auch üblich, Gehaltsvorstellungen im Anschreiben vorauszuschicken.

Wenn Sie unsicher sind, informieren Sie sich zu diesem Thema am besten vorab bei einer Person in Ihrem persönlichen Netzwerk, die selbst in der Branche tätig ist oder war. Eine Grundregel gibt es allerdings: Wenn Sie Gehaltsvorstellungen angeben, dann immer in Euro/Brutto-Jahresgehalt. Hier haben wir drei Beispielformulierungen für Sie, die Sie für Ihre Zwecke entsprechend abändern und nutzen können:

„Bei meinem bisherigen Arbeitgeber erfolgte die Gehaltszahlung in Anlehnung an TVöD/Entgeltgruppe 13, Abweichungen sind vorstellbar.“

„Entsprechend der Qualifikation und Berufserfahrung liegen meine Gehaltsvorstellungen bei 40.000 Euro Brutto-Jahresgehalt.“

„Meine Gehaltsvorstellungen orientieren sich an branchenüblichen Tarifen des Verbands Deutscher Ingenieure.“

Abschluss

Falls sie nicht bereits in der Eingangssequenz auf das „Sie-suchen-Argument“ zurückgreifen, kann dies zusammenfassend am Ende des Anschreibens verwendet werden, dann beispielsweise in Kombination mit dem Verweis auf die Gelegenheit zum Vorstellungsgespräch. Wenn die Stelle nicht zu einem spezifischen Zeitpunkt ausgeschrieben ist, geben Sie unbedingt an, ab wann Sie verfügbar sind. Dies gilt selbstverständlich und besonders auch dann, wenn Sie zur gewünschten Frist noch nicht einsteigen können. Zum Abschluss noch einige Beispielvorlagen für Sie:

„Wenn Sie eine Kommunikationsgeneralistin suchen, die kaufmännische Kompetenzen und mehrjährige Projektmanagementerfahrungen mitbringt, freue ich mich über die Einladung zu einem Vorstellungsgespräch.“

„Wenn Sie sich eine Bereichsleitung wünschen, die diese Funktion sachorientiert, herzlich und bestimmt ausfüllt, freue ich mich auf ein Bewerbungsgespräch.“

„Finden Sie, eine Mitarbeiterin mit einem exzellenten Studienabschluss und Praxiserfahrungen mit einer innovativen Biotech-Methode wäre eine Verstärkung für Ihr Unternehmen? Dann freue ich mich sehr auf Ihre Nachricht.“

„Ich freue mich darauf, Ihnen meine Motivation und Qualifikation in einem persönlichen Gespräch nahezubringen und kann Ihr Unternehmen ab dem 01.12.2016 unterstützen.“

„Ich stehe Ihnen ab 01.01.2016 oder nach Vereinbarung zur Verfügung.“

Wir hoffen sehr, dass Ihnen dieser Leitfaden dabei helfen wird, Ihre perfekte Bewerbung zu verfassen.

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3 Kommentare
  1. Madita Möglich
    Madita Möglich says:

    Ich finde diese Zusammenstellung sehr hilfreich. Für mich bleiben da keine Wünsche offen. Die nicht abgegriffen wirkenden Formulierungshilfen haben mich bei meinem Anschreiben sehr unterstützt.

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