Akademikerinnen starten durch – Mit Karriere-Coaching zum beruflichen Erfolg

Der 8. März ist internationaler Weltfrauentag. In Berlin wird er dieses Jahr zum ersten Mal als arbeitsfreier gesetzlicher Feiertag begangen. Zwar sind Gleichberechtigung und Gleichstellung noch lange nicht erreicht, der Anteil von Frauen mit einem Hochschulabschluss ist jedoch stark gestiegen. Ein Karriere-Coaching bietet die Möglichkeit neue Perspektiven auf die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen und stärkt das Selbstbewusstsein. Die richtige Karriere-Beratung kann auch aufzeigen, dass sich Frauen nicht mehr länger zwischen Familie und Karriere entscheiden müssen.

von Angela Küster

Die Erwerbstätigkeit von Frauen hat sich in den letzten Jahrzehnten stark verändert. Viele Frauen sind sehr gut ausgebildet. Der Anteil der Frauen mit einem Hochschulabschluss hat sich über eine Generation verdoppelt. Inzwischen haben 30 Prozent der Frauen zwischen 30 bis 34 Jahren einen Hochschulabschluss, während es bei den 60 bis 64 Jahre alten Frauen fünfzehn Prozent sind. Damit gibt es mehr junge Akademikerinnen als Akademiker. Bei den 30 bis 34 Jahre alten Männern verfügen 27 Prozent über einen Hochschulabschluss.[1]

Insgesamt hat der Frauenanteil unter den sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten leicht zugenommen. 2017 waren es 40 Prozent, die einer hochqualifizierten Tätigkeit nachgingen. Überdurchschnittliche Frauenanteile gibt es auch unter den Angestellten in geistes-, gesellschaftswissenschaftlichen und publizistischen Berufen, bei Lehrkräften, in Medizin und Pharmazie oder in Verwaltungs- und Rechtsberufen.[2] In sozialen Berufen sind Frauen weiterhin deutlich in der Mehrzahl, unter 100 technischen Ingenieuren sind 11 Frauen zu finden.

 Kinder oder Karriere?

Das ist immer noch die Frage, die sich auch viele Akademikerinnen stellen, nachdem sie Jahre in ihr Studium investiert haben. Die geschlechtsspezifischen Strukturen auf dem Arbeitsmarkt beeinflussen diese Entscheidung. Es sind nach wie vor eher Mütter, die ihre Karriere unterbrechen, um ihr Kind zu betreuen. Die Unterbrechung wird für viele zum Ausstieg: dreiviertel der Frauen arbeiten noch acht Jahre nach der Geburt des ersten Kindes nicht wieder, die Rückkehr fällt manchen nach der Auszeit schwer. Längere Erwerbspausen, vor allem aber auch die Teilzeitarbeit, in der viele nach ihrer Elternzeit beschäftigt sind, können einen Karriere- und Gehaltsknick nach sich ziehen. Umso wichtiger ist es, die eigenen Fachkompetenzen weiterhin präsent zu haben. Denn nicht nur die strukturelle Benachteiligung von Frauen ist beim Wiedereinstieg ein Hindernis. Auch Selbstzweifel und das gesunkene Vertrauen in die eigenen Stärken steht beim Wiedereinstieg im Weg.  Die professionelle Unterstützung durch einen Karriere-Coach in Anspruch zu nehmen, kann Gold wert sein. Die richtige Karriere-Beratung kann dabei helfen, frühzeitig zu planen, wie sich die beruflichen und privaten Wünsche und Ziele am besten vereinbaren lassen

Noch immer gibt es zu wenig Frauen in Führungspostionen

Verschiedene Studien zeigen, dass Diversität in der Spitze die Unternehmenskultur positiv verändern kann. Dennoch sind Frauen sind in Führungspositionen weiterhin stark unterrepräsentiert: in den Vorständen der größten börsennotierten Unternehmen in Deutschland beispielsweise stieg der Frauenanteil zwischen 2003 und 2009 von 10 auf 13 Prozent.[3] 2018 lag der Anteil von Frauen in Führungspositionen in Unternehmen ab 10.000 Mitarbeitern bei 16,8 Prozent.[4] In den Chefetagen der großen Wirtschaftsunternehmen dominieren also noch immer Männer, ebenso wie in der Politik. Umso wichtiger ist es, durch die Planung der Karriere, geeignete Bewerbungsunterlagen und ein entsprechend selbstbewusstes Auftreten als Akademikerin in Führungspositionen zu gelangen. Gute Chancen bestehen auch in der Politik und Verwaltung, dort werden Frauen gesucht und häufig bei der Besetzung von Stellen bevorzugt.

Neuorientierung für Akademikerinnen 

Die Arbeitslosenquote ist unter Akademiker/innen geringer als unter denjenigen, die keinen Hochschulabschluss haben, 2017 lag die Quote bei 2,5%.[5] Voraussagen über die Entwicklung des Arbeitsmarktes lassen sich vor dem Studium kaum treffen. Der Arbeitsmarkt ist sehr dynamisch und wandelt sich ständig. Nicht wenige Akademiker/innen müssen sich daher nach dem Bachelor, Magister oder gar der Promotion umorientieren. Hier ist es wichtig, während des Studiums Kompetenzen zu entwickeln, die einen Wechsel in andere Bereiche ermöglichen, auch wenn das gewählte Fach ein ganz spezielles ist. Die Studienzeit kann genutzt werden, um sich bei Praktika und Jobs in anderen Berufen umzusehen, sich verschiedene Kenntnisse anzueignen und dabei vor allem auch ein Netzwerk aufzubauen. Hierfür gibt es inzwischen vielseitige Möglichkeiten, sowohl fachlich orientierte Netzwerke als auch spezielle Netzwerke für Frauen, in denen diese sich gegenseitig dabei unterstützen, ihre beruflichen Ziele zu erreichen.

Durchstarten mit dem richtigen Coaching

Bevor monatelang eine Bewerbung nach der anderen verschickt wird und die sich hinziehende Suche zu Selbstzweifeln führt, ist es sinnvoll frühzeitig Unterstützung durch Jobcenter und Agentur für Arbeit in Anspruch zu nehmen.  Mit einem AVGS (Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein) kann auch Akademikerinnen zu 100% eine Karriereberatung in Form von individuellem Coaching finanziert werden. Viele wissen überhaupt nicht von dieser Möglichkeit und verpassen so eine vielleicht einmalige Chance: Ein Coaching kann für Frauen, die beruflich wieder einsteigen oder vorankommen wollen, ein wichtiges Instrument sein. Es unterstützt gezielt dabei, sich neu zu orientieren und sich berufliche Ziele zu setzen, die dann strategisch angegangen werden können. Nach einer Auszeit sind fachliche Kompetenzen oft aus dem Blick geraten. Auch die Organisation des Haushalts und die Betreuung der Kinder – häufig ein Multitasking – kann zur Entwicklung wichtiger sozialer Kompetenzen führen. Das Coaching hilft dabei, sich auf diese Fähigkeiten zu besinnen, die vor und durch die Familiengründung erworben wurden, und selbstbewusst nach einer passenden Stelle zu suchen.

Im INQUA-Karriere-Coaching dient das High-Profiling®-Kompetenzprofil dazu, sich die Fachkompetenzen aus Studium und beruflichen Erfahrungen zu erinnern. Wenn die sozialen und fachlichen Kompetenzen erkannt sind, wird im weiteren Coachingprozess geklärt, welche beruflichen Ziele angestrebt werden. Hierzu wird reflektiert, welche Werte eine Rolle spielen und zu welcher Art von Arbeitsumfeld diese passen. Wird eine akademische Karriere angestrebt oder eine Aufgabe in einem wirtschaftlichen Unternehmen gesucht? Soll es eine Vollbeschäftigung sein oder eher eine Teilzeitstelle? Und wie lässt sich die zukünftige Arbeit mit den familiären Aufgaben verbinden? Die Ausgangssituation ist dabei so unterschiedlich von Frau zu Frau wie die beruflichen Ziele. Gemeinsam ist ihnen, dass ein Austausch und professionelle Unterstützung wichtig sind, um Klarheit zu gewinnen, welcher Arbeitsplatz am besten den eignen Werten und Zielen entspricht.

Für die anschließende Bewerbung bietet das Karriere-Coaching konkrete Tipps, um einen überzeugenden Lebenslauf mit Anschreiben zu erstellen und das Bewerbungsgespräch entsprechend vorzubereiten. Auch für die Entwicklung einer Netzwerkstrategie bietet das Karriere-Coaching des INQUA-Instituts Hilfestellung, denn je nach Branche werden zwischen 30 und 70 Prozent aller Jobs über persönliche Beziehungen bzw. Netzwerke vergeben. So eröffnet das Karriere-Coaching neue Perspektiven und bekräftigt Frauen in ihren Berufs- und Karrierewünschen, so dass sie zum Traumjob durchstarten können.

INQUA ist spezialisiert auf die Bedürfnisse von AkademikerInnen, Fach- und Führungskräften. Wir arbeiten mit wissenschaftlich fundierten Methoden. Mit einem Aktivierungs- und Vermittlungsgutschein (AVGS) der Bundesagentur für Arbeit/Jobcenter kann Ihre Karriere-Beratung bei INQUA zu 100% gefördert werden. Weitere Informationen zur Anmeldung finden Sie hier.

Die Autorin: Angela Küster ist wissenschaftliche Koordinatorin am INQUA-Institut für Coaching. Sie ist zuständig für die Qualitätskontrolle und begleitende Studien.  Erfahren Sie hier mehr über unsere Arbeit und unsere Mitarbeiter/innen.

Sie möchten mehr zum Thema erfahren? Lesen Sie auch unseren Artikel zum erfolgreichen Wiedereinstieg nach der Elternzeit.

Beitragsbild: rawpixel on unsplash

[1] http://www.manager-magazin.de/unternehmen/karriere/frauen-mit-hochschulabschluss-zahl-der-akademikerinnen-verdoppelt-a-1226797.html

[2] https://statistik.arbeitsagentur.de/Navigation/Statistik/Arbeitsmarktberichte/ Berufe/Berufe-Nav.html

[3] http://www.bpb.de/gesellschaft/gender/frauen-in-deutschland/49406/europaeischer-vergleich?p=1

[4] https://de.statista.com/statistik/daten/studie/182510/umfrage/frauenanteil-in-fuehrungspositionen-nach-unternehmensgroesse/

[5] https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Arbeitsmarktberichte/Berufe/generische-Publikationen/Broschuere-Akademiker.pdf